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LANDSCHAFTEN

arius Singer s Landschaften und Landschaftsstr uktur en sind

„er spür t e und ge f üh l t e“ , t e i l - imag i när e Tr ans for ma t i onen

von Aussc hn i t t en unser er Umwe l t . Se i ne b i l dgewa l t i gen

Adapt i onen ver mi t te l n kr a f t vo l l e Ruhe und bes tänd i ge Zu-

ver sicht in einer ver meintlich chaotischen Welt.

Man spür t för mlich die Kr aft der Farben und For men, die aber nie beängs-

tigend oder bedr ohlich er sche inen. Se ine Bilder entwic ke ln e ine sugges-

ti v-kontemplati ve Wir kung und Anziehungskr aft.

M

inger er r eicht diese Assoziationen dur ch seine spezielle Wer k-

technik der Mischung und Über lager ung mehr schicht iger f arb-

dec kender pas t oser w i e auc h l uz i der Farbau f t r äge . Dabe i

bevorzugt er einen ar chaischen, exzessi ven Arbeitsstil, der sich

in f arbgewaltigen Kompositionen entlädt.

Bei diesem Entstehungsprozeß sich er gänzender und verdr ängender Farb-

sch i chtungen wi r d se i n i nd i v i due l l er dynami scher Scha f f ensduk tus i n be-

sonder er We i se unmi t t e l bar er f ahrbar. Dabe i sp i e l t n i c h t nur Goe t hes

Farbenlehr e eine das Unterbewußtsein beeinf lussende Rolle, sonder n auch

die kr aftvolle Dir ektheit seiner speziellen Farbkonfrontationen. Bei seinen

Wer ken scheinen sich die ver schiedenen kontr astreichen Farben auf unter-

schiedlichen, zum Teil verborgenen Ebenen zu bewegen und auszubalancieren.

S